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Alles, was ein Mann tun muss

Wann ist ein Mann ein Mann? Die Meinungen darüber sind geteilt. Der Softie hat ausgedient, wenn er überhaupt jemals eine Rolle gespielt hat. Vermutlich war er nur Projektion und Lückenfüller in Zeiten, als der Macho der alten Schule irgendwann in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts das Zeitliche gesegnet hat. Die Alternative der Zukunft könnte der „kultivierte Macho“ sein. Die Anleitung dazu hat Armin Fischer in seinem „Handbuch für den kultivierten Macho“ geschrieben. Darin erfährt der Leser „alles, was ein Mann tun muss“, um diese neue Art der Männlichkeit zu perfektionieren.
Wer jede Woche eine der insgesamt 52 Episoden liest und den Anleitungen, wird in einem Jahr einen großen Schritt zum „kultivierten Macho“ zurückgelegt haben. Gleichzeitig vermittelt die Lektüre allen Männern das Gefühl, endlich mal wieder wichtig genommen zu werden. Aber auch Frauen ist das Buch zu empfehlen, denn sie erfahren jede Menge über das unbekannte Wesen Mann.
Männer finden in den einzelnen Kapiteln Anregungen, wie sie ihr Leben aufregender und interessanter gestalten können. Die richtige Art des Rasieren wird ebenso abgehandelt wie Tipps zum Anzünden eines Feuers. Der Autor verrät, welchen Ort er für den romantischsten Europas hält. Nämlich dort, wo bei Capri die Sonne untergeht. Darüber mag man geteilter Meinung sein. Jeder hat ja seine individuelle Erfahrung mit Romantik und Orten. Amüsant geschrieben ist es allemal.
Wer in Stilfragen unsicher ist, wird ebenfalls bestens informiert. Wer zum Beispiel das Kapitel über Whisky, Gin & Co. gelesen und verinnerlicht hat, kann jederzeit als Gastgeber brillieren. Oder als Barkeeper seinen Unterhalt verdienen. Armin Fischer vermittelt die „kleine Wissenschaft“, all die alkoholischen Getränke auseinanderzuhalten und gekonnt zu mixen auf eine leicht verständliche Art.
Man lernt aber auch, wie ein „kultivierter Macho“ sich heutzutage den Herausforderungen der Natur stellt. Natürlich wird auch das ewig junge Thema – wie verführe ich eine Frau – nicht ausgelassen. Viele der Tipps und Tricks werden in den einzelnen Kapitel nur kurz angerissen. Der Autor hat es nicht versäumt, auf ergänzende Links im Internet und weiterführende Bücher zu den speziellen Themen zu verweisen. Wer also sein Wissen vervollkommnen will, kann auf eigene Faust recherchieren. Aber auch so ist jedes Episode per se gehaltvoll und hilfreich. Und da der Autor es versteht, sein Thema mit einem Augenzwinkern zu behandeln, langweilt das Buch auf keiner Seite.
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